Radarbataillon


In die Schwarzenbergkaserne Salzburg verlegten die Abschlussklassen der Abteilung Elektronik und der Fachschule am 14.3.2019, um in praktische Radaranwendungen eingewiesen zu werden.

Nach der Begrüßung durch Oberst Schmidt und den Informationsoffizier Oberstleutnant Ing. Barloh wies Major Ing. Gschwandtner, ein Absolvent unserer HTL (Mat. 1999) und Kommandant der Ortsfesten Radarstation Kolomansberg in die technischen Aspekte des militärische Radarwesens ein, wobei der Vortrag teilweise durchaus Prüfungscharakter hatte. Ortsfeste Radarstationen, mobiles Radargerät, Tieffliegererfassungssysteme und Zielzuweisungsradar wurden erläutert. Spannend waren auch seine Ausführungen zu Stealthtechnologien und Radarerfassung.

Hauptmann Pichler, Kommandant TERS (Tieffliegererfassungssystem) begann seine Einweisung mit rechtlichen Ausführungen zur Luftraumüberwachung einschließlich der sowjetischen Drohungen 1960 für den Fall, dass Österreich nicht gegen Luftraumverletzungen durch die Westmächte vorgehe.

Die praktische Durchführung der Luftraumüberwachung durch TERS wurde anhand der jährlichen Absicherung des Weltwirtschaftsforums im benachbarten schweizerischen Davos dargestellt. Auch die neue Gefahrenquelle Drohnenangriffe wurde erörtert.

Nach dem Mittagessen auf Einladung des Bundesheeres standen Signalbearbeitung, Richtfunk und die Wartung eigener Anlagen und Gerätschaften im Zentrum der Einweisung durch den Kommandanten des Technisch-logistischen Zentrums/Luftraumüberwachung Oberst Ing. Manzl. Viele (technische) Tätigkeitsfelder im Bundesheer wären in weiten Teilen der Bevölkerung unbekannt, da diese mit Militär hauptsächlich Panzer, Pioniere und Infanterie in Verbindung bringe.

Danach standen zwei Tieffliegererfassungssysteme und eine mobile Zentrale der Luftraumüberwachung zur Besichtigung zur Verfügung.

Schülerinnen und Schüler nutzten auch die Gelegenheit, sich nach Karrieremöglichkeiten beim österreichischen Bundesheer zu erkundigen.

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Von: K. Krückl