Im Namen der Republik!

So werden Urteile in Österreich verkündet, strafgerichtliche sofort mündlich nach Verhandlungsende.

Den strafrechtlichen Alltag am Landesgericht Linz konnten alle Maturaklassen noch knapp vor Weihnachten erleben. Wie üblich ging es um Delikte wie Nötigung, Betrug, Suchtmittelmissbrauch und Körperverletzung.

Leider wurde eine medienrechtliche Verhandlung kurzfristig abberaumt, bei der „wüste“ Facebookpostings gegen eine Wiener Politikerin Gegenstand der Anklage gewesen wären.

Die Verhandlungsrichter Mag. Tumfart und Aicher LL.B, LL.M, standen nach den Verhandlungen noch für Fragen zur Verfügung, was weidlich genutzt wurde: Vom Motiv, Rechtswissenschaften zu studieren, über Aktenvorbereitung, Gefährdungslage für Richter, Sinn der Volksöffentlichkeit bis zu Zweck und Erfolg von Strafe spannte sich der Bogen. Bei einigen Exkursionsteilnehmern keimte plötzlich der Gedanke eines Jusstudiums auf – Technik und Recht lassen sich durchaus erfolgreich verbinden! Und dass die konsequente Anwendung von Strafrecht gewollt abschreckend auf künftige Straftäter wirkt, spiegelt ein Meme wider, das kurz nach den Exkursionen kursierte 😉

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Karl Krückl