Mittwoch, der 17. Juni. die die Makerweek hat begonnen. Meine Kollegin und ich sitzen im Labor. Gerade eben hat uns der Professor die letzten Bauteile gegeben. Nun geht es endlich los. Wir nehmen uns ein Steckbrett und das Drahtbrückenset und beginnen mit dem Aufbau der Schaltung. Der Reihe nach kommt jedes Bauteil, jeder Widerstand und jeder Verbindungsdraht an seinen Platz. Nun steigt die Spannung. Wir schalten zum ersten Mal das Labornetzgeräte ein damit die Schaltung unter Strom steht.
Erster Check: Kein Bauteil wird heiß oder gibt Rauchzeichen. Somit haben wir keinen fundamentalen Fehler gemacht. Nun beginnen wir die Funktion der Schaltung zur überprüfen. Wir messen die Spannungen mit dem Multimeter und Signalverläufe mit dem Oszilloskop. Nach einiger Zeit kommt die Ernüchterung: Die Schaltung funktioniert nicht. Wir fragen die Professorin um Rat und versuchen, die Änderungsvorschläge umzusetzen. Wieder erfolglos. Die Schaltung funktioniert noch immer nicht. Auch die Ratschläge der Klassenkammeraden/innen hilft uns nicht weiter. Langsam werden wir nervös. Gottseidank unterbricht nun die Mittagspause unsere Arbeit. Wir lüften unsere Gehirne aus, führen Kalorien zu und füllen unseren Flüssigkeitsstand auf. Gestärkt geht es in den Nachmittag.
Nächster Versuch: Fehlschlag. Umbau der Schaltung: Fehlschlag.
Bauteile austauschen: Nächster Fehleschlag. Langsam steigt Panik in uns auf. Wir werden scheitern, das Projekt wird bis zum Ende der Woche sicher nicht fertig und die Blamage scheint unausweichlich. Mir raucht der Kopf. Die Schulglocke läutet und zeigt uns an, dass schon wieder eine Stunde vergangen ist. Komisch, die Schulglocke hört nicht auf zu läuten!? Feueralarm? Die Glocke läutet und läutet. Der nervige Klang dringt durch mein Trommelfell, überwindet mühelos Hammer, Amboss und Steigbügel. Auch die vielen Ganglien und synaptischen Spalte stellen kein Hindernis dar. Unaufhaltsam dringt der Klang in mein Gehirn vor und erreicht schließlich das Schlafzentrum. Ich wache auf , taste desorientiert nach meinem Handy und schalte den Wecker aus. Gott sei dank war alles nur ein Traum. Das Display zeigt „Mittwoch, 17. Juni 7:30“. Heute beginnt also die Makerweek. Ich freue mich schon darauf.
Auch im Schuljahr 2024/25 konnten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Makerweek ihre selbst gewählten Projekt umsetzen. 5 Tag lang wurde gesteckt, gelötet, gemessen, konstruiert und getestet. Das Resultat kann sich sehen lassen. Viele Projekt konnten vollständig fertiggestellt werden. Stolz präsentierten die Teams ihre Geräte im Rahmen der Abschlusspräsentation in der Aula.