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    ROM Projektwoche der 4 AHELI und 4 CHDVM vom 10.-16. 5. 2009

    21.05

    Insgesamt 41 Schüler der 4 AHELI und 4CHDVM brachen am So10.5 mit den Begleitlehrern Prof. Renate Willmann (Leitung), FOL Franz Hackenbuchner und Prof. J. Humenberger nach Rom auf um römische Geschichte an Hand der Monumentalbauten aus der Römerzeit , aber auch Kirchengeschichte und Lebensart dieser Stadt kennen zu lernen.

    Nach einer etwas anstrengenden Nachtfahrt erreichten wir am Montagmorgen die Tore der Stadt – leider gerade rechtzeitig im Berufsverkehr – und schließlich unser Hotel. Dabei fanden die Fahrkünste unseres Bus-Chauffeurs allgemeine Anerkennung; er schaffte es immerhin ohne größeren Zeitverlust den riesigen Reisebus durch das Verkehrschaos sicher zum Hotel zu bringen. Herrliches Wetter erwartete uns in Rom – und es hielt die ganze Woche an (Wenn Engel reisen…)

                            

    Für den ersten Tag in Rom war ein Rundgang zu Fuß vorgesehen, um gewissermaßen einen ersten Eindruck von den Sehenswürdigkeiten der Stadt zu bekommen. Zu Fuß ging es vorbei am Hauptbahnhof (Statione Termini) zur Kirche Sta. Maria Maggiore. Nächstes Ziel war die Basilika San Giovanni in Laterano mit angrenzendem Lataeranpalast, dem alten Sitz der Päpste. Nach einer längeren Kaffeepause führte der Fußmarsch zum antiken Teil Roms, dem imposanten Kolosseum , dem Forum Romanum sowie zu den Kaiserforen.

    Vorbei am, im Vergleich zu den umliegenden Bauwerken aus der Antike bzw. aus der Renaissance, ziemlich protzigen Denkmal des ersten italienischen Königs Viktor Emmanuel ging’s in Richtung Trevi-Brunnen, eine der Hauptattraktionen des modernen Rom. Schön langsam machten sich die Nachwirkungen der nächtlichen Busreise bemerkbar, sodass wir nach kurzer Pause die letzte Sehenswürdigkeit des Tages, die spanische Treppe, ansteuerten.

      

    Am Dienstag stand ein Besuch des Petersdoms sowie der vatikanischen Museen auf dem Programm. Nach einer Besichtigung des Pantheons ging es vorbei an der  Piazza Navona durch die Altstadt zur Engelsburg und schließlich zum Petersdom. Glücklicherweise war an diesem Tag der Besucherandrang nicht allzu groß, sodass wir nach den üblichen Kontrollen den Dom ohne lange Wartezeiten betreten durften. Beim Rundgang durch den Dom waren die meisten von uns tief beeindruckt von den Kunstschätzen, die in diesem Dom zu bewundern sind, angefangen von Michelangelos Pieta bis zum Baldachin von Bellini. Von unseren Führern erfuhren wir Details über Konstruktion und Bau der gewaltigen Kuppel, die diese Basilika überspannt.

    Anschließend erfolgte ein Gang durch die Vatikanischen Museen mit abschließender Besichtigung der Sixtinischen Kapelle.

    Einige von uns beschlossen noch die Kuppel des Petersdoms zu besteigen. Der schweißtreibende Aufstieg wurde belohnt durch eine atemberaubende Aussicht über die gesamte Stadt Rom, die man von der Kuppel hat.

     

    Der Mittwoch startete mit einem Besuch der Basilika St. Paul am Stadtrand von Rom. Diese riesige Basilika ist über dem Grab des Apostels Paulus errichtet.

    Anschließend wurden die „Domitilla Katakomben“ besucht. Der Führer durch die Katakomben hat uns sehr anschaulich und detailreich über die Geschichte dieser frühchristlichen Begräbnisstätte informiert. Z.B. verstand er es, uns spannend und fesselnd in die Zeit der Christenverfolgungen zurückzuversetzen.

    Nach kurzer Busfahrt erholten sich die meisten der Gruppe am Strand von Ostia bevor es zur nächsten Sehenswürdigkeit „Ostia Antica“ weiterging. Diese Stadt war die wichtigste Hafenstadt zur Versorgung der Stadt Rom und hatte zur Kaiserzeit  ca 100 000 Einwohner. Entsprechend riesig ist das Gelände mit den Ausgrabungen. Allerdings erforderte es einige Phantasie, sich aus den ausgegrabenen Überresten die antike Stadt vorzustellen und einige von uns waren da ganz offensichtlich überfordert.

      

    Ein Höhepunkt der gesamten Projektwoche versprach der Ausflug nach Pompeji zu werden. Früh am Morgen ging es mit dem Bus vorbei an der Festung des Monte Cassini nach Neapel. Bereits vom Bus aus konnten wir einen sehr schönen Blick über die Bucht von Neapel genießen. Allerdings wurde Dank der Initiative unseres Busfahrers, der einen Besuch des Vesuvs vorschlug, dieser Ausblick bei weitem übertroffen vom Blick über die Bucht, den man vom Kraterrand des Vesuvs hat. Die Fahrt mit dem Bus über eine enge mit vielen Kehren versehene Straße bis über die Vegetationsgrenze – ab hier ist nur blanke erstarrte Lava vorhanden- war ziemlich abenteuerlich. Der Weg bis zum Kraterrand war zu Fuß zurückzulegen. Wir konnten am Kraterrand entlang wandern und auf den ca 250m tieferliegenden Kraterboden blicken. Gelegentlich konnte man auch kleine aus Gesteinspalten aufsteigende Rauchwolken sehen.

    Besonders abenteuerlich war die Abfahrt mit dem Bus, da zahlreiche Busse immer wieder die Strasse blockierten und wir Zeuge wurden von den lautstarken Diskussionen der italienischen Busfahrer, wenn wieder einmal nichts mehr weiterging..

    Mit Verspätung und etwas erschöpft kamen wir schließlich in Pompeji an, wo nach einem kurzen Imbiss mit der Besichtigung des antiken Pompeji begonnen wurde. Diese Stadt war ja beim Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 vollständig verschüttet worden und ist nun nach den Ausgrabungen sehr gut erhalten. Man konnte sich beim Rundgang tatsächlich in das Leben in der Römerzeit zurückversetzt fühlen.

      

    Der Freitagvormittag war dem antiken Rom gewidmet. Diesmal spazierten wir nicht nur außen am Kolosseum vorbei, sondern ließen uns von einem Führer in die Zeit der Gladiatorenspiele und Tierhetzen, die im Kolosseum in der Antike stattfanden, versetzen. Dieses wohl eindrucksvollste

    Gebäude aus dem antiken Rom versetzte uns schon aufgrund der gewaltigen Ausmaße in Erstaunen.

    Den Abschluss bildete ein Gang durch das Machtzentrum der damaligen Welt, das Forum Romanum. Allerdings bedurfte es auch hier wieder einiger Phantasie um sich die einzelnen Bauwerke in ihrer ursprünglichen Form, Größe und Funktion vorstellen zu können

    Der Freitagnachmittag bis zur Rückfahrt nach Leonding um 19:00 wurde von den meisten für „shopping“  oder einfach Bummeln in der Stadt genutzt.

    Von: J. Humenberger, R. Willmann, F. Hackenbuchner