Krakau-Woche der 4. Jahrgänge – Eine gelungene Premiere

Von 20. bis 24. April fand erstmals die Krakau-Woche der HTL Leonding statt – eine Premiere, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mit dabei waren die Klassen 4BHITM, 4CHITM und 4BHIF, die gemeinsam eine abwechslungsreiche und eindrucksvolle Woche in Polen verbrachten. Schon die Anreise hatte ihren eigenen Charakter: Die lange Busfahrt wurde mit hitzigen Quiz-Runden, spannenden Partien Wizard und einigen “Bummerln” beim Schnapsen gefüllt. So verging die Zeit wie im Flug und die Vorfreude auf die kommenden Tage stieg. Am Dienstag stand die Erkundung der Stadt Krakau auf dem Programm. Bei einer Stadtführung besuchten die SchülerInnen unter anderem den Wawel-Hügel, den Rynek Główny – einen der größten mittelalterlichen Marktplätze Europas – sowie eine der ältesten Universitäten des Kontinents. Nach so vielen Eindrücken durfte eine Stärkung nicht fehlen: Mit Zapiekanki, einem typisch polnischen Streetfood, wurde neue Energie getankt. Am Nachmittag ging es weiter ins jüdische Viertel Kazimierz, ins ehemalige Ghetto sowie zur Schindler-Fabrik. Viele Orte kamen einigen bereits bekannt vor, da sie als Drehorte des Films Schindlers Liste dienen, der im Vorfeld im Unterricht behandelt wurde. Eine kleinere Gruppe nutzte zusätzlich die Gelegenheit, das Zeitgeschichtemuseum in der Fabrik intensiver zu erkunden. Der Mittwoch führte die Gruppe nach Wieliczka, wo die berühmten Salzminen besichtigt wurden. Tief unter der Erde erwartete die SchülerInnen ein beeindruckendes Labyrinth aus Gängen, Hallen und kunstvoll gestalteten Salzskulpturen – darunter sogar eine unterirdische Kirche. Die besondere Atmosphäre und die schiere Größe der Anlage machten diesen Ausflug zu einem echten Highlight. Auf dem Rückweg wurde außerdem das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Płaszów besucht. Auch hier wurde für viele deutlich, wie nah Film und historische Realität beieinanderliegen – ein Eindruck, der die Eindrücke zusätzlich vertiefte und nachwirkte. Am Donnerstag folgte der wohl eindrucksvollste und zugleich emotional schwierigste Programmpunkt: der Besuch der Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau. Bei Führungen durch die Lager erhielten die SchülerInnen einen direkten Einblick in die grausamen Verbrechen der NS-Zeit. Die erhaltenen Baracken, persönlichen Gegenstände der Opfer und die schiere Größe des Geländes machten das Ausmaß des Holocaust auf beklemmende Weise greifbar. Viele nutzten die anschließende Zeit bewusst zum Innehalten, Nachdenken und Austausch. Am Freitag trat die Gruppe schließlich die Heimreise an – mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen und auch Denkanstößen im Gepäck. Die Krakau-Woche war nicht nur eine spannende Reise, sondern auch eine wichtige Gelegenheit, Geschichte vor Ort zu erleben und gemeinsam als Klassen zu wachsen. Eine gelungene Premiere, die sicherlich nach Wiederholung ruft.