Auf Grund einer Initiative der EU zur Ertüchtigung der Bevölkerung Europas in den Grundkenntnissen moderner Büroarbeitstechniken wird diese Ausbildung seit Jahren auch in Österreich auf breiter Front forciert. Die Ausbildung wird sowohl durch alle Erwachsenenbildungseinrichtungen ( BFI, WIFI, VHS etc. ) als auch innerhalb aller Schulen vorgenommen und führt zu einem international gültigen Zertifikat. Vergleichbares gibt es auch international außerhalb Europas durch den ICDL.

Das Ziel des Bildungsministeriums ist es, dass die Grundkenntnisse der Informationstechnologie ( IT ) - wozu auch das Wissen des ECDL zählt - bereits in der 10. Schulstufe ( 14-jährige ), egal ob Hauptschule oder AHS, flächendeckend vorhanden sind. Viele Schülerinnen und Schüler bringen also bereits einen Großteil des ECDL Core als Voraussetzung mit. Für sie besteht im Rahmen der Gegenstände Standardsoftware (Informatik-Abteilung) und Informatik (Elektronik – Abteilung) noch offene Module des ECDL Core oder Module des ECDL Advanced abzulegen.

Kein Arbeitnehmer, egal welcher Beruf und in welchem Land, wird ohne Computer-Grundkenntnisse auskommen

Was ist nun der ECDL Core?

Dieses international gültige Zertifikat bestätigt, dass die Grundkenntnisse der Computerarbeit beherrscht werden. Die Ausbildung ist in 8 Module geteilt, die einzeln elektronisch abgeprüft werden. Hat man 7 Teilprüfungen (der Modul 5 Datenbanken kann durch Modul 8 IT-Security ersetzt werden) innerhalb von 3 Jahren positiv abgelegt, kann das Zertifikat ausgestellt werden. Die Prüfung nimmt die Österreichische Computer Gesellschaft über den Verein ECDL an Schulen vor Ort ab, nicht die Schule.

Die Kosten dafür sind mit 12 € / Prüfung in einem erträglichem Rahmen. Dazu kommt noch einmalig eine Startgebühr für die SkillsCard von € 43,-

Die 6 Pflichtmodule sind:

  • M1 Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnologie
  • M2 Computerbenutzung und Dateimanagement
  • M3 Textverarbeitung
  • M4 Tabellenkalkulation
  • M6 Präsentation
  • M7 Web und Kommunikation

mit folgenden Wahlmodulen:

  • M5 Datenbanken anwenden
  • M8 IT - Security

Die Prüfungszeit pro Modul beträgt 45 Minuten. Die Klassenlehrer des Gegenstandes Standardsoftware / Informatik können auch vorbereitend eine Diagnoseprüfung für jeden der 8 Module kostenlos online durchführen.

Die Ausbildung legt das Microsoft – Office –  oder Open Office - Paket zugrunde.

Wichtig zu wissen ist, dass der ECDL nicht theoretisches Wissen prüft, sondern praktische Tätigkeit, die nur mit Übung erlernbar ist.

Natürlich können nicht alle 7 Module des Grundkurses innerhalb des Unterrichts durchgenommen werden, einige Module sind vom Schüler selbst zu erlernen. Außerdem verteilt sich der Stoff auf die ersten 2 Schuljahre. Alle Module können in der Schule an bestimmten Prüfungstagen geprüft werden. Dazu meldet sich der Schüler spätestens 2 Wochen vorher beim Lehrer / bei der Lehrerin des Gegenstandes Standardsoftware (Informatikabteilung) oder Informatik (Elektronikabteilung) an samt Einzahlung der Prüfungsgebühr. Prof. DI. Gerd Simon (g.simon (at) htl-leonding.ac.at) koordiniert die Prüfungen und besorgt den Prüfer.

Was ist nun der ECDL Advanced?

Für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken und Präsentationen gibt es einen anspruchsvollen ECDL Advanced. Nachdem viele Schülerinnen und Schüler bereits Vorkenntnisse mitbringen, ist es auch möglich, sich auf diese Kenntnisse zu konzentrieren und zum selben Prüfungstermin wie für den ECDL Core zum ECDL Advanced anzutreten. Die Prüfungszeit pro Modul beträgt ebenfalls 45 Minuten.

Ein Modul ECDL Advanced kostet € 29,- inklusive SkillCard.

Der nächste ECDL – Prüfungstermin ist im Terminkalender ersichtlich.

Weitere Informationen (vor allem zum Prüfungsstoff, den s.g. Syllabus):

http://www.edu.ecdl.at

http://www.ecdl.at/

http://www.ecdladvanced.at/